„Wo du lügen musst, da lüge.“

Dareios I. (549-486 v.Chr.), Großkönig des persischen Achämenidenreichs, sein persischer Name bedeutet „das Gute aufrechterhaltend“

Wie unglaublich treffend, dieses gut 2500 Jahre alte Zitat eines Herrschers, dessen Namesbedeutung nochmal zutrifft auf den Inhalt des Buches…

(Photo: privat)

 

Der Roman „Das JAHR, in dem ich LÜGEN LERNTE“ spielt in den 40er Jahren in Amerika, im Staat Pennsylvania, Farmland. Annabelle, bald 12 Jahre alt und ihre beiden jüngeren Brüder, James und Henry, leben mit den Großeltern, der streng religiösen Tante Lily und den Eltern auf einer Farm. Es geht ihnen so gut, dass sie, wie wenige in der Umgebung, sich sogar einen Telefonanschluß leisten können. Ein Fremder, Kriegsveteran Toby, der seltsam gekleidet und stets mit drei Gewehren geschultert, über die Hügel streift, hat fast von allen in der Familie uneingeschränktes Vertrauen und bekommt stets eine gute Mahlzeit zugesteckt.

Die drei Kinder besuchen die Schule, es gibt eine Gesamtklasse mit Schülern, egal welchen Alters. Der Weg zur Schule führt Annabelle und ihre Brüder durch die Wolfsschlucht, die vor vielen Jahrzehnten angelegt wurde, um dem damaligen Wolfsproblem Herr zu werden. Eines Tages jedoch versperrt Betty den dreien den Weg. Betty ist als „schwererziehbar“ von ihrer Mutter, aus der Stadt, zu ihren Großeltern aufs Land geschickt worden. Sie ist, etwas älter als Annabelle, davon besessen Annabelle und ihren Brüdern das Leben zur Hölle zu machen. Anfangs ist Annabelle eingeschüchtert, möchte ihre Brüder schützen und fügt sich Bettys Forderungen. Als Betty jedoch zu weit geht, greift Annabelle neben Lügen zu Taten, großen Taten mit noch größeren Folgen.

Die amerikanische Schriftstellerin Lauren Wolk hat mit „Das JAHR, in dem ich LÜGEN LERNTE“ einen Roman geschrieben, der u.a. die zeitlosen Themen Werte und Zivilcourage behandelt und somit unweigerlich an den Klassiker von Harper Lee „Wer die Nachtigall stört“ erinnert.

Lauren Wolk : Das Jahr, in dem ich lügen lernte