„Liebe macht Trauer erst möglich.“

Esther Klepgen, (*1965) Autorin

 

Lena und Kurt sind ein Paar. Sie haben sich ein kleines Haus am Stadtrand von Berlin gekauft, um dort mit dem kleinen Kurt, Kurts Sohn, eine gemeinsame Zukunft aufzubauen. Die Renovierungsarbeiten schreiten voran, die Regelung mit Kurts geschiedener Frau Jana um das gemeinsame Sorgerecht verläuft gut. Und doch platzt aus heiterem Himmel das Schicksal über das Glück der jungen Familie herein und reist den kleinen Kurt aus dem Leben.

Ganz still verliert er es auf dem Pausenhof.

Still ist es dann auch bei Lena, Kurt und Jana. Die unfassbare Trauer um den Verlust des kleinen, gerade noch so lustigen und lebhaften Jungen, liegt wie ein schweres Tuch über ihnen. Unbeholfenheit macht sich breit. Ein Alltag und ein Miteinander scheint kaum mehr möglich. Und doch muss es irgendwie weitergehen.

Sarah Kuttners Roman KURT ist zugleich einfühlsam und authentisch. Die Moderatorin und Autorin aus Berlin bleibt ihrem Motto beim Schreiben „Ich schreibe, wie ich rede.“ auch in ihrem vierten Roman treu.

Kurt – wenn das Kind stirbt