„Obdachlose Gedanken leben gern in den geräumigsten Gehirnen.“

Gregor Brand (*1957), dt. Schriftsteller, Lyriker und Verleger

„ich“, das ist die 13-jährige Lou Bertignac, überdurchschnittlich intelligent, wissbegierig und experimentierfreudig. Nicht gerade beliebt bei ihren Klassenkameraden. Sie trifft bei ihren Recherchen für ein Referat zum Thema „Obdachlose Frauen in den Straßen von Paris“ auf die 18-jährige No.

Nach anfänglicher Skepsis entwickelt sich im Laufe der Treffen eine außergewöhnliche Freundschaft zwischen den beiden. No genießt es, den ungewöhnlichen Gedanken Lous zuzuhören und unterstützt sie bei ihren Experimenten. Das Straßenmädchen darf bei Lou und ihren Eltern wohnen. Es gelingt No sogar Lous depressive Mutter aufzuheitern. No findet Arbeit in einem Hotel. Aber leider hält die positive Entwicklung nicht lange an und No verlässt die Familie Bertignac. Vorübergehend findet sie Unterschlupf bei Lucas, dem Schulfreund von Lou. Die beiden kümmern sich intensiv um No und wünschen sich für ihre Freundin, dass sie sich wieder in die Gesellschaft eingliedern kann.

Die französische Autorin Delphine de Vigan hat diesen berührenden Roman aus der Ich-Perspektive der 13-jährigen Lou geschrieben, so dass man es durchaus auch als Jugendbuch einordnen kann.

Für Erwachsene und Jugendliche: No und ich