„Der Holzstiel der Axt, die ihn fällt, würde vom Baum nicht bereitgestellt.“

von Violette, 93, aus: Eines Tages in der Provence

dem Roman von Karine Lambert, der lt. ELLE.fr „nach Lavendel und Sommerregen duftet“.

Bei Lavendel denkt man unweigerlich sofort an die lilafarbenen Blütenfelder in der Provence. Und die Charaktere dieses idyllischen Örtchens im Süden Frankreichs lassen Erinnerungen an den Urlaub in dieser Region wieder aufleben. Da gibt es die Männer, die auf dem geebeneten Platz Pétanque spielen, die Marktstände, an denen köstlicher Käse und Gemüse aus der Region verkauft werden. Und nicht zu vergessen die Bar, in der sich alle treffen. Morgens auf den schnellen Kaffee auf dem Weg in die Arbeit oder für einen Aperitiv vor dem Abendessen um vor allem eins zu tun: die neuesten Nachrichten zu erfahren oder zu verbreiten. All diese Aktivitäten finden in diesem beschaulichen Dorf in der Ortsmitte auf dem Platz statt, auf dem eine über 100 Jahre alte Platane steht. Zufluchtsort nicht nur für Schwalben und Eidechsen, sondern auch für Suzanne, die hier abends, wenn sie die Bar abschließt noch für einen Moment zur Ruhe kommt und den 10-jährigen Clémant, der hier Trost sucht, wenn er den ewigen Streitereien seiner Eltern zu Hause entfliehen will.

Noch ahnt die alte Platane nicht, dass im Rathaus der Entschluss gefasst wurde, sie in wenigen Wochen zu fällen. So bleibt den Bewohnern nur wenig Zeit, den Erhalt des ehrwürdigen Baumes zu retten und den Bürgermeister von der Rücknahme seiner Entscheidung zu überzeugen.

Eines Tages in der Provence