Barbara Newhall Follett

 

Die Welt ohne Fenster

 

„Solang ich bin, soll nichts von dir mich scheiden, Natur, Natur!“

 

Friedrich von Matthisson (1761-1831)

Lyriker und Bibliotheksleiter

 

(Photo privat und mit freundlicher Genehmigung des penguinrandomhouse Verlags)

 

 

Die Amerikanerin Barbara Newhall Follet ist gerade erst zwölf Jahre alt, da veröffentlicht sie ihren ersten Roman, 1927. Bereits mit vier Jahren sitzt sie an der Schreibmaschine der Eltern und schreibt Gedichte. Die Eltern sind Literaturkritiker und Kinderbuchautorin.

Mit acht Jahren beginnt Barbara an „The Adventures of Eepersip“ zu schreiben, diese Geschichte möchte Barbara ihrer Mutter zum Geburtstag schenken. Aber kurz nach der Fertigstellung wird das Werk bei einem verheerendem Brand im Elternhaus vernichtet. So beginnt Barbara erneut mit der Geschichte des Mädchens Eepersip, das von zu Hause davonläuft, um im Wald zu leben. Eepersip ernährt sich von Wurzeln und Beeren und rasch verlieren die Tiere im Wald ihre Scheu vor dem jungen Mädchen. Ein Erdhörnchen weicht nicht mehr von ihrer Seite, die Rehe wärmen ihren Körper in den kalten Nächten.

Die Eltern vermissen ihr Kind schmerzlich und versuchen das Kind mit Hilfe der Nachbarn wieder einzufangen und nach Hause zu bringen, aber Eepersip springt ihnen förmlich immer wieder in der letzten Sekunde davon.

Der Blick vom Wald auf das Meer am Horizont erweckt in dem jungen Mädchen große Sehnsucht und so verläßt sie einerseits schwerzen Herzens die Sicherheit des Waldes und entdeckt das Meer, tobt mit den Möwen über den Wellen….

Während sie sich am Strand ausruht, fällt ihr Blick auf die Bergkette, die nun ihr neues Ziel ist. Unbekannte Kräuter, Blumen, Vögel und Schmetterlinge, Eepersip liebt es inmitten der Natur zu sein, mit all seiner Vielfalt.

Barbara Newhall Folletts heiratet, lässt sich nieder, aber eines Tages im Dezember verliert sich ihre Spur in Boston, wo sie zuletzt mit ihrem Mann lebte.

Die Welt ohne Fenster