„Ein alter Zopf taugt nicht mal als Perücke.“ Stefan Schütz (*1964) dt. Notat-Verfasser

Smita, eine Dalit, eine Unberührbare in Indien, ist noch lange keine alte Frau, als sie beschließt, sich von ihrem Haarzopf zu trennen. Sie pilgert mit ihrer kleinen Tochter Lalita zum Tempel von Tirumala Tirupati. Eine Pilgerreise, die ursprünglich als Flucht aus ihrem Heimatdorf geplant war, in dem sie die niedersten Dienste verrichten musste, die sie Lalita nicht zumuten wollte. Sie erhofft sich durch die Opfergabe ihrer Haare eine Zukunft für Lalita, die nicht von Diskriminierung geprägt ist.

Mit Diskriminierung konfrontiert sieht sich plötzlich auch die überaus erfolgreiche und attraktive Anwältin Sarah in Montreal. Eine Tatsache, mit der sie im Leben niemals gerechnet hätte. Da empfindet sie den zweiten Feind, mit dem sie sich auseinandersetzen muss, ihre Krebserkrankung, vergleichsweise mild.

Auf Sizilien, in der Mitte zwischen Montreal und Indien gelegen, wird geflochten. Wie Guilias Schicksal und die Zukunft der seit vielen Generationen im Familienbesitz betriebenen Cascatura eine entscheidene Rolle spielt, lesen Sie selbst.

Der erste Roman der Französin Laetitia Colombani „Der Zopf“ sorgte bereits kurz nach seinem Erscheinen für großes Aufsehen und die Filmrechte sind vergeben.

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Das nächste Vorlesen für die Kleinen findet mit Elke am Dienstag, den 02.04.2019 (von 6-9 Jahren) und mit Monika am Mittwoch, den 10.4.2019 (von 3-6 Jahren) wieder um 16 Uhr statt.

Der Zopf